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"Wir Dresdnerinnen und Dresdner kennen unsere Geschichte und wollen den Opfern in Stille und Würde unsere Referenz erweisen. Politisch unterschiedlich ausgerichtete "Trauerzüge" und Demonstrationen und infolge dessen notwendige Polizeiaufgebote und wo möglich auch noch Straßenschlachten zwischen rechts und links gehören nicht zu einem Gedenktag", so Lars Rohwer, Dresdner CDU-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter. Er findet die Einmischung von außen zu diesem Gedenktag mehr als unglücklich. "Wir brauchen keinen braunen Spuk und keine linken Chaoten aus Deutschland und Europa an diesem Tag in unserer Stadt, die die Geschichte der Stadt nicht wirklich kennen und mit ihr auch nichts anfangen können.", stellt Lars Rohwer fest.
Der 13. Februar eignet sich in keiner Weise für politische Auseinandersetzungen zwischen Demokraten. "So haben wir mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass sich der DGB, der bereits die linken Oberbürgermeisterkandidaten im Wahlkampf unterstützt hat, offensichtlich schon auf die Wahlen in 2009 vorbereitet. Unsere Position ist klar. Es gibt keine Zusammenarbeit mit Feinden der Demokratie, gleichgültig ob sie von NPD oder Linkspartei kommen", so Lars Rohwer.
"Wir finden es auch unerträglich, dass Neonazis ihren sogenannten "Trauermarsch" auf den 14. Februar verlegen, um am Wochenende mehr rechte Chaoten in unsere Stadt bringen zu können. Dieses unwürdige Spiel machen wir nicht mit!", stellt Lars Rohwer fest. "Bereits in den letzten Jahren hat die Dresdner CDU mit eigenen Aktionen Flagge gezeigt, was sie von Rechtsextremisten in dieser Stadt hält. So auch in diesem Jahr mit dem Banner auf dem Dresdner Zwinger "Wer die Opfer missbraucht, wird selbst zum Täter". Eine ähnliche Aktion werden wir auch im kommenden Jahr starten."
Es ist aber auch abstoßend, wenn die seit mehreren Jahrzehnten entwickelte Gedenkkultur der Dresdnerinnen und Dresdner durch eine "europaweite" Demonstration überlagert werden soll. "Das Gedenken der Dresdnerinnen und Dresdner ist Demonstration genug. Offensichtlich findet sich die heutige Nachfolgepartei der SED in dieser stillen Art des Gedenkens auf Friedhöfen und in Kirchen nicht wieder, weil man keine Reden mit Sprechchören schwingen kann. Das ist auch nicht verwunderlich, war dies doch zu DDR-Zeiten von der SED-Führung auch nur bedingt geduldet, wie das stille Gedenken mit Kerzen an der Frauenkirchenruine am 13. Februar 1985. Zeitgleich feierten aber die SED-Bonzen in der wieder eröffneten Semperoper", so Lars Rohwer.
Die Dresdner CDU hofft nach wie vor, dass der Sächsische Landtag dem Gesetzesvorschlag der Staatsregierung und der CDU-Landtagsfraktion zur Eingrenzung des Versammlungsrechts im Umfeld von historischen Gedenktagen - wie dem 13. Februar in Dresden - baldmöglichst zustimmt und damit den unnötigen Aktionen von rechts und links Einhalt gebietet. Deshalb muss sich die sächsische SPD in dieser Sache dringend bewegen. "Auch unterstützen wir die Gespräche der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz, um zu einem würdigen Konsens in dieser für unsere Stadt wichtigen Frage zu kommen", führt Lars Rohwer aus. Die Dresdner CDU wird, wie in den vergangenen Jahren, mit den Dresdnerinnen und Dresdnern sowie ihren Freunden in Stille und Würde den Opfern des Bombenangriffs gedenken.