17. Sommerfest

Engagiert für den Bienert-Wanderweg

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An einem Vormittag Anfang November versammelten sich neun Mitglieder des Ortsverbandes Dresdner Süden vor der ehemaligen Hofmühle für einen Arbeitseinsatz auf dem Bienert-Wanderweg.

Dankbar: Einsatz, der honoriert wird

Während der zweistündigen Aktion befreite die Gruppe um die Landtagsabgeordnete Aline Fiedler sowie den Stadtrat und Ortsverbandsvorsitzenden Ingo Flemming den beliebten Naturpfad entlang der Weißeritz von Laub und allerlei Unrat. Eine Menge Plastikabfall sowie mehrere Bier- und sogar Schnapsflaschen landete in den Müllsäcken.„Offensichtlich weiß nicht jeder Besucher des Plauenschen Grunds diese Naturidylle zu schätzen“, kommentierte Flemming die Verschmutzung.

Vorbeikommende Passanten honorierten allerdings den beherzten Einsatz mit warmen Worten für die Frühaufsteher. Vor allem Jogger würdigten die Aktion. Herabfallendes Herbstlaub hatte den Verlauf des Weges an manchen Stellen fast vollständig verdeckt. Außerdem sorgten der weiche Untergrund und die feuchten Blätter für Rutschgefahr.

Anpacken: Es muss weitergehen

Das Laub richteten Flemming und seine Mitstreiter entlang des Wegesrand auf, um so Irrläufer vom Verlassen des Pfades abzuhalten. Eine Maßnahme, die ganz im Sinne des Naturschutzbundes (Nabu) ist. Dieser ist Eigentümer des Grundstücks.  Mit Dr. Hartmut Müller, dem Vorsitzenden des Regionalverbundes Meißen-Dresden, hatte sich Flemming deshalb zuvor abgestimmt.

Der Spazierweg ist öffentlich gewidmet. Er wurde vor neun Jahren hergerichtet und von der Stadt mit EU-Fördermitteln finanziert. Jahrelang leistete der Bienertförderverein mit ehrenamtlichem Engagement einen Beitrag zur Pflege des Wanderweges. Den Verein gibt es seit diesem Jahr nicht mehr und damit auch keine regelmäßigen Arbeitseinsätze. Die Landeshauptstadt beschränkt sich bislang auf die Pflichten im Sinne ihrer Grunddienstbarkeit.

Dranbleiben: Hausaufgabe für den Oberbürgermeister

“Wir sehen die Stadt in der Pflicht, diesen öffentlichen Weg zu erhalten. Doch für die regelmäßige Pflege stellt das Rathaus zu wenig Geld bereit“, so Flemming. Die beiden Ortsbeiräte Sarah Strugale und Alexander Seedorff beteiligten sich ebenfalls an dem Arbeitseinsatz. Dank ihnen, kennt auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert den Bienert-Wanderweg. Sie hatten den Handlungsbedarf bei seinem Besuch im Ortsamt Anfang November angemeldet und ihm als Hausaufgabe mitgegeben, sich darum zu kümmern.

Der Einsatz hat den Hobbylandschaftspfleger sichtlich Freude bereitet. Dennoch wollen sie die Entwicklung des Bienert-Wanderweges genau im Auge behalten und sich weiterhin für eine dauerhafte Lösung einsetzen.