57. Kreisparteitag wählt neuen Kreisvorstand

Markus Reichel: „Ein starkes Zeichen des Aufbruchs“ Die Dresdner Union startet mit einem neuen Führungsteam

Auf dem 57. Parteitag der Dresdner Union stand die Wahl einer neuen Parteiführung auf der Tagesordnung. Der neue Vorsitzende der Dresdner Union heißt Dr. Markus Reichel. Einstimmig verabschiedete die Partei zudem ein Grundsatzpapier unter dem Titel „Demokratie leben und stärken“ und distanzierte sich darin deutlich vom jüngsten Stadtratsbeschluss zum „Nazinotstand“.

„Von diesem Parteitag soll ein Zeichen der Stärke ausgehen.“ Mit diesen Worten eröffnete der mit 88 Prozent neu gewählte Vorsitzende der Dresdner Union, Dr. Markus Reichel, seine Vorstellungrede. „Unsere Partei hat die Kraft zur Veränderung und zum Aufbruch. Mit Mut, guten Ideen und einem neuen engagierten Team werden wir die CDU wieder zur stärksten Kraft in Dresden machen“, ist sich der 51-jährige Unternehmer sicher. Dabei ließ der promovierte Mathematiker  selbstkritische Töne nicht aus: „Wir haben unseren Markenkern in der Vergangenheit zu sehr vernachlässigt und schöpfen unser Potenzial aktuell nicht aus. Es gilt etwa die wirtschaftliche Kompetenz wieder verstärkt in den Vordergrund zu stellen. Bei aller inhaltlichen Profilierung bleibt der innere Zusammenhalt, die Stärkung der innerparteilichen Strukturen eine entscheidende Aufgabe, um die CDU zu einer attraktiven Mitmachpartei zu entwickeln. Wir wollen die Dresdnerinnen und Dresdner ansprechen und einladen, mitzudiskutieren und mitzugestalten“.

Christan Hartmann: „Es war mir eine Ehre“
Der scheidende CDU-Kreisvorsitzende Christian Hartmann bedankte bei den Mitgliedern für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit: „Es ist nach sechs Jahren an der Zeit, den Staffelstab weiterzureichen und Platz für neue Ideen und politische Vorhaben zu schaffen. Die Wahlverluste des vergangenen Jahres können freilich nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns stärker in die öffentliche Debatte einmischen und Profil zeigen müssen“. Mit Blick auf den Kreisverband zog der langjährige Vorsitzende eine positive Bilanz: „Wir haben in den vergangenen Monaten wieder ein Mitgliederwachstum gehabt und stehen auch finanziell auf soliden Füßen“ – ein Verdienst des langjährigen Schatzmeisters Dr. Christoph Möllers, der nach 14 Jahren ebenfalls nicht erneut für das Amt kandidierte.

Klares Bekenntnis zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit
Einstimmig verabschiedete der Parteitag eine Grundsatzerklärung mit Titel „Demokratie leben und stärken“. Darin distanziert sich die Dresdner Union deutlich vom jüngsten Stadtratsbeschluss zum „Nazinotstand“ und unterstreicht das zentrale Prinzip der wehrhaften Demokratie: „Unser Staat braucht mündige Bürger, die mittun, kritisch nachfragen und sich einmischen. Deshalb müssen die Bürger auch selbst aktiv für unsere freiheitlich demokratischen Werte eintreten“, heißt es in dem Papier. Negativ besetzte Begriffe wie „Nazinotstand“ verzerrten die politische Realität in Dresden.

Zum Stellvertreter wurde Heike Ahnert, Christoph Böhm und Lutz Barthel gewählt. Als Beisitzer bestimmte der Parteitag Gunter Thiele, Johannes Schwenk, Maria Jafarov, Lutz Hoffmann, Jens Kleinschmidt, Thomas Lehmann, Pierre Ullmann, Victor Vincze, Anja Bohländer, Uwe Petter sowie Bettina Kempe-Gebert. Der neue Schatzmeister heißt Ivar Pommering, zum Mietgliederbeauftragten wurde Johann von Keyserlingk gewählt. Der neue Pressesprecher ist Philipp Maurer.