Langfristig denken- kurzfristig handeln! Die CDU Dresden zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die heimische Wirtschaft

Die dynamischen Auswirkungen der COVID-19 PANDEMIE stellen alle Aspekte unseres Zusammenlebens vor enorme Herausforderungen. „Wir müssen jetzt nicht nur entschlossen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus umsetzen, sondern schnelle, passgenaue und unbürokratische Lösungen für die Aufrechterhaltung unserer Wirtschaft, unserer Kultur und des sozialen Miteinanders anbieten.“, führt der Vorsitzende der Dresdner Union, Dr. Markus Reichel, aus und ergänzt: „Zunächst müssen wir jedoch nach den erforderlichen medizinischen Maßnahmen die Wirtschaft priorisieren. Vielen Unternehmen und Selbstständigen wurde gerade die Geschäftsgrundlage entzogen. Es ist selbstverständlich, dass der Gesundheitsschutz absolute Priorität hat, aber die Unternehmen können nicht mit den Folgen allein gelassen werden. Auch hier ist die Lage ernst.“

Vor diesem Hintergrund begrüßen Dr. Markus Reichel und der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion MIT Dresden, Ingo Flemming MdL, ausdrücklich die bereits bekannten Sofortmaßnahmen von Bund und Land für Gewerbetreibende. Dennoch meinen sie: „Kurzarbeitergeld und Darlehen können kurzfristig helfen und Liquidität sichern – aber rasch bewilligte Zuschüsse von Land oder Bund sind unabdingbar, andernfalls treiben wir nur unsere Unternehmen in die Überschuldung. Zudem wird es wichtig sein, Unternehmer bei der Anpassung ihrer Geschäftsmodelle und neuen betrieblichen Wegen zu unterstützen.“

Dr. Markus Reichel führt weiter aus: „Die Hilfen für Gewerbetreibende dürfen nicht am Geld scheitern. Auch unangenehmen Wahrheiten muss dabei ins Auge gesehen werden: Weitere Zuschüsse von Bund und Land werden nötig sein. Es wird sehr viel Geld kosten. Das heißt: Wenn die Sofortmaßnahmen nicht ausreichen sollten, darf am Neuverschuldungsverbot und der Schwarzen Null nicht festgehalten werden. Aber das sollten uns unsere Unternehmer, Selbstständigen und letztendlich alle Angestellten Wert sein!“

Ingo Flemming: „Auch wenn wir noch nie vor einer solcher Herausforderung standen: Uns ist die Lage aller unserer Gewerbetreibenden, sei es derer aus dem Dienstleistungsbereich, der Veranstaltungsbranche oder dem Kulturbetrieb, bewusst."

In Richtung der Betroffenen äußert er:" Viele Fragen bewegen Sie derzeit. Danke für alle Kreativität, mit der Sie bereits jetzt nach Lösungen suchen, um den Fortbestand Ihres Unternehmens zu sichern. Wir werden Sie von Seiten der Politik nach Kräften unterstützen und stehen Ihnen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Die vorrangige Aufgabe von Abgeordneten und Stadträten liegt in diesen Zeiten darin, Probleme aufzunehmen, Lösungen zu entwickeln und diese umzusetzen.“

Dr. Markus Reichel ergänzt: „Hier appelliere ich auch unmittelbar an die Verantwortungsträger in den Verwaltungen von Stadt und Freistaat: Packen Sie möglichst unbürokratisch mit an und nutzen Sie die verfügbaren Spielräume sinnvoll und schnell – Verwaltung, Politik und Unternehmen müssen jetzt gemeinsam an einem Strang ziehen, um unseren Mitbürgern in diesen schweren Zeiten beizustehen!“

Ein weiterer Vorschlag für eine weitere wichtige Sofortmaßnahme liegt auf dem Tisch: die Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialbeiträge. Diese Forderung besteht seitens der Mittelstands- und Wirtschaftsunion schon lange und kann dazu beitragen, Liquidität in den Unternehmen zu belassen.

„Und um es noch einmal ganz deutlich zusammenzufassen:“ so Dr. Markus Reichel zum Abschluss: „Für uns kommen jetzt zuerst unsere Mitmenschen, dann die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage unserer Gesellschaft und danach sofort Kultur, soziale Sicherung und soziales Miteinander. Wir werden überall anpacken.“

Dresden, 19.03.2020