Dresden – lebenswert, chancengleich & generationengerecht

Unser Menschenbild als christdemokratische Partei basiert auf einer Anerkennung der Unterschiedlichkeit der Menschen. Daraus folgt für uns, dass wir keine Politik der Gleichmacherei vertreten, sondern soziale Gerechtigkeit auch als Anpassung der staatlichen Fürsorge auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen verstehen. Unsere Politik richtet sich danach aus, Dresden als lebenswerte Stadt für alle Menschen gerecht weiter zu entwickeln. Handlungsleitend sind dafür unsere Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit.

Die Menschen sollen in der Lage sein oder in diese versetzt werden, für sich selbst Verantwortung übernehmen zu können. Für uns heißt das aber auch: jeder Einzelne ist in die Verantwortung zu nehmen, sei es im Hinblick auf die Inanspruchnahme von Leistungen oder in Bezug auf den eigenen Beitrag für eine gerechte Gesellschaft. Wer hingegen nicht bereit ist, seiner Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft nachzukommen, der hat kein Recht auf
gleichwertige Teilhabe und Solidarität. Unsere Visionen für Dresden lautet daher:

Würdevolles Altern in Dresden

Wir stehen dafür ein, dass wir insbesondere den Schwachen und jenen, die ihre Bedürfnisse und Interessen schwerer artikulieren und vertreten können, unsere Aufmerksamkeit schenken. Vor diesem Hintergrund möchten wir auch das Altern in Würde besonders fördern.

Vielfach ist es der Wunsch der Betroffenen, so lange wie möglich zu Hause wohnen zu können. Dies sollte die Stadt durch einen stärkeren Ausbau barrierefreier Wohnungen unterstützen. Eine weitere attraktive Möglichkeit stellt das Konzept der „Senioren-WG“ dar. So werden auch im Alter soziale Bindungen und individuelle Verantwortungsübernahme gewährleistet – ein Prozess, der aus Sicht der CDU Dresden allemal förderwürdig ist.  

Das Bürgerhaus als Ort der Begegnung und Gemeinschaft  

Sicherlich können nicht alle Probleme auf kommunaler Ebene gelöst werden – allein: Der gesellschaftliche Zusammenhalt entsteht hier. Unsere Idee der Bürgerhäuser greift diesen Punkt auf: Wir wollen die Stadtteilzentren stärken, indem wir nachbarschaftlichen Austausch, ehrenamtliches Engagement und den Wunsch nach einem zentralen Ort der lokalen Kommunikation in einer kommunalen Immobilie bündeln – dem Bürgerhaus.  

Gesellschaftliche Teilhabe ärmerer Menschen stärken

Wichtig ist uns insbesondere, dass auch ärmere Menschen am kulturellen Leben unserer Stadt teilhaben können. Daher gilt unsere volle Unterstützung dem Dresden-Pass, der beispielsweise Eintritte für sozial schwache Menschen deutlich vergünstigt. Dabei ist darauf zu achten, dass solcherlei Vergünstigungen nicht gemäß dem „Gießkannenprinzip“ verteilt
werden, sondern Sozialwohnungen und Dresden-Pässe auch nur den wirklich Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden. Deshalb ist die Einführung eines stadtweiten Systems für das Controlling von Wohnberechtigungen notwendig. 

Nur durch die fortwährende Kontrolle der Berechtigungsvoraussetzungen ist gewährleistet, dass nur diejenigen eine Wohnberechtigung erhalten oder diese behalten, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind. Aus unserem christdemokratischen Menschenbild ergibt sich eine Definition der Sozialhilfe als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Solidarität der Gemeinschaft soll es dem Individuum ermöglichen, seine Position eigenständig zu verändern – dafür sind Anreize zu setzen.

Dresden als Ort kompetenter Familien

Dass Dresden die Geburtenhauptstadt Deutschlands ist, haben wir auch den örtlichen Gegebenheiten zu verdanken: Dresden ist eine echte Familienstadt. Wir setzen uns dafür ein, dass dies so bleibt und wollen gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, um die Situation für Familien in unserer Stadt weiter zu verbessern. Wir wollen die Kindertagesstätten dahingehend stärken, so dass auch Eltern unterstützt werden. Indem etwa frühzeitig auf besondere Entwicklungen des Kindes aufmerksam gemacht wird oder aber im Rahmen der Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und Eltern. Dabei soll die Befähigung zur Verantwortungsübernahme gerade bei den Eltern gestärkt werden.

Es geht der CDU bei all den möglichen Hilfen in erster Linie um eine Kompetenzstärkung der Eltern, ihrer Verantwortung gegenüber dem Kind nachzukommen. Nicht der Staat, sondern die Familie ist der Hort der Erziehung – dieses Prinzip gilt es, auch in der Jugend- und Familienhilfe wieder stärker zu betonen. Wir möchten die personelle Ausstattung der Kitas mittelfristig so verbessern, dass in jeder Kita in der Stadt Dresden eine sozialpädagogische Fachkraft (Sozialarbeit) für die Elternarbeit zur Verfügung steht.

Die Stadt als Koordinator einer zukunftsorientieren Bildung  

Die vielen Zuzüge und Geburten in Dresden müssen in die Zukunftsplanung einbezogen werden. Daher gilt es, jetzt die Schulsanierungen und -erweiterungen auf hohem Niveau fortzuführen. Bildung ist die Grundlage dafür, jedem Einzelnen ein selbstbestimmtes Leben gemäß seiner Veranlagungen zu ermöglichen. Mithin müssen die Lernbedingungen angemessen und zukunftsorientiert gestaltet sein – sei es in Schulen, in Vereinen und Museen, in der Jugendarbeit oder der Erwachsenenbildung.

Hier sehen wir die Stadt als Koordinator einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Wichtig ist dabei, dass es nicht immer sinnvoll ist, zu unterschiedliche Gruppen zusammen lernen zu lassen. Vielmehr begrüßen wir eine möglichst individuelle Förderung auf der einen, aber auch ein Voneinander-Profitieren auf der anderen Seite.  

Gelingende Integration durch Ganzheitlichkeit und Eigeninitiative

Für das Zusammenleben in Dresden und die städtische Kultur ist es wichtig, dass sich die praktische Integrationsarbeit nicht in einzelnen Stadtteilen bündelt, sondern wir dies als eine gemeinschaftliche Herausforderung verstehen. Eine gelingende Integration beginnt bei der frühkindlichen Bildung und setzt sich über die schulische Ausbildung bis zur Integration in den Arbeitsmarkt fort.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein Gefühl für soziale Gerechtigkeit kann nur entstehen, wenn sich alle Menschen an dieselben Regeln halten und dabei sicher sein können, dass die eigene Leistung belohnt wird. Die CDU Dresden erwartet daher konsequent das Erlernen der deutschen Sprache und die Nutzung entsprechend zur Verfügung gestellter Angebote, da dies die wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Integration darstellt. Wer sich nicht in unsere Gesellschaft integrieren möchte, kann und darf auch keine Hilfe und Unterstützung durch die Gesellschaft erwarten.