Kirche Weissig Schoenfeld 1

Innovationen im Wahlkreis - sozial, digital und nuklear

Digitale Zwillinge und Praxistipp für die Grundsteuerreform

Diese Woche war ich zu Besuch beim Kataster- und Vermessungsamt Dresden, hier diskutierte ich mit der Amtsleiterin Klara Töpfer drei Themen.

1) Über den Stand des Digitalen Zwillings (digitale Version eines greifbaren, realen Objekts) erfuhr ich, dass für die Landeshauptstadt bereits über 200 verschiedene Arten von Vermessungsdaten digital verfügbar sind. Für den Freistaat Sachsen ist die flächendeckende Digitalisierung im Vermessungswesen weiterhin eine wichtige Aufgabe, um z.B. hochwassergefährdete Gebiete landesweit bestimmen zu können.

2) Als Berichterstatter im Bauausschuss für die Smart-City-Förderlinie sprach ich zum einen die Herausforderung an, auch in kleineren Städten und Gemeinden diese Projekte zu stärken. Zum anderen brachte ich aus Berlin die Frage mit, wie das erlernte Wissen in den Smart-City-Projekten Teil der beruflichen Qualifikation werden kann.

+++ PRAXISTIPP GRUNDSTEUERWERTBESCHEID +++

3) Die Grundbuchreform hat einige Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis vor Probleme gestellt. Daher habe ich den Besuch im Vermessungsamt genutzt, um Hintergrundinformationen zur Ausstellung von Grundsteuerwertbescheiden zu bekommen. Diese möchte ich hier weitergeben: Für die Berechnung der Grundsteuer wird unterschieden zwischen Bebaubarkeit und Nicht-Bebaubarkeit der Fläche. Ebenfalls wird die Art der Bebauung (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus.) berücksichtigt. Dafür gibt es einen bundeseinheitlichen Richtwert. Im Gegensatz findet man im Liegenschaftskataster eine Unterscheidung zwischen Wohnfläche, Gartenfläche oder Landwirtschaftsfläche. Früher wurde die private Anbaufläche als landwirtschaftliche Nutzfläche erfasst. Mit der Begründung, dass diese Fläche vor allem für den privaten Haushalt von Nutzen ist, wird diese Fläche heute zur Wohnfläche gezählt. Dennoch gibt es immer wieder unrichtige Einschätzungen der Grundfläche. Bei nachweislichen Fehlern im Grundsteuerwertbescheid kann jedoch problemlos ein Antrag auf "fehlerbeseitigende Fortschreibung" beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auch nach dem Ablaufen der Einspruchsfrist gestellt werden kann.

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Made in Germany - Made in Radeberg

Entschlossen trete ich dafür ein, dass regionale Initiativen, die innovative Ideen und Ansätze verfolgen, umfassend gefördert werden müssen. Meine Meinung bestätigte sich einmal mehr, als ich mich mit dem Geschäftsführer der CUP-Laboratorien in Radeberg, Dr. Dirk Freitag-Stechl. Als Auftragslabor fertigt das die Firma Analysen für klassische und radioaktive pharmazeutische Produkte an. CUP-Laboratorien ist Mitglied im NukliD-Netzwerk. In dem radiopharmazeutischen Cluster wird Wissenschaft mit Wirtschaft verbunden, um technische Innovationen vorantreiben. Wie das geplante Bauforschungsinstitut in Bautzen setzt NukliD auf wirtschaftsnahe Forschung. Ein Modell, das ich auch in meiner Arbeit in Berlin mit Nachdruck vertrete.

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Herzlicher Empfang in der Kirche Dresden-Weißig

Die Kirchenlandschaft in Sachsen, insbesondere in meinem Wahlkreis begeistert mich immer wieder aufs Neue. Zu Besuch war ich Donnerstagvormittag in der Kirche Dresden-Weißig, in welcher mich die Pfarrerin Christine Klement herzlich empfing. Wer die Kirche in der Hauptstraße noch nicht kennt, dem sei sie als Tipp zum Vorbeischauen ans Herz gelegt. Die Malerei im Kirchenschiff ist beeindruckend! Auch die Sanierung der alten Scheune kann sich sehen lassen und lässt durchblicken, wie viele helfende Hände sich in der Kirchgemeinde Schönfeld-Weißig engagieren. Vielen Dank, Frau Klement, für unseren Austausch zu Menschen, Gesundheit, Energie und "dem Format Kirche" in der Zukunft

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Ottendorf-Okrilla - ein 9.900 Einwohner Ort mit visionären Bauideen


Ende der Woche nahm ich an einem faszinierenden Brainstorming-Treffen in Ottendorf-Okrilla teil. Die Wohnungsgenossenschaft des Ortes ist eher klein, aber ihre Vision ist erstaunlich. Die Plattenbauten der Genossenschaft energetisch flott zu machen ist eine Herausforderung. Lutz Herrmann (Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Ottendorf-Okrilla) berichtete mir in Anwesenheit des Bürgermeisters Rico Pfeiffer, dass er diese Situation nicht ertragen konnte. Sein Ansatz: er ließ von drei Architekturbüros Entwürfe anfertigen und legte sie der gesamten Gemeinde Ottendorf-Okrilla zur Diskussion vor. Dieser transparente Meinungsbildungsprozess in einer 9.900-Einwohner-Gemeinde hat mich begeistert! Als Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen brachte ich sehr gern meine Erfahrungen aus der Bundespolitik in die Debatte ein. Ich verwies auf die Bundesstiftung Baukultur, die Denkanstöße für Bauprojekte bereitstellt. Den Ansatz der "Umbaukultur" (Baukulturbericht 2022/2023) sehe ich als zielführende Lösung für das Bauen der Zukunft. Die Idee dahinter: in bestehenden Gebäuden verbaute Baustoffe sind verarbeitet (graue Energie). Nutzt man diese jedoch weiter, dann wird aus der grauen Energie die sogenannte goldene Energie. Ein wichtiger Ansatz für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen.