Mit einem Netzbonus sichert die schwarz-rote Koalition im Deutschen Bundestag den Zubau neuer Kraftwerke in allen Himmelsrichtungen. Darauf haben sich die Koalitionäre im parlamentarischen Verfahren zum StromVKG verständigt.
Am Ende der laufenden Woche einigen sich die Fachpolitiker von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag auf das StromVKG (Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz). Im parlamentarischen Verfahren konnten die Abgeordneten eine entscheidende Änderung am Gesetz vornehmen, welches die Ausschreibung neuer Kraftwerke zur Sicherung der Versorgungssicherheit mit Strom regelt. Ein regionen-offener Netzbonus gewährleistet von nun an, dass gesicherte Leistung in allen Regionen des Landes aufgebaut werden kann.
Lars Rohwer MdB, zuständiger Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das StromVKG dazu: „Im parlamentarischen Verfahren haben meine Kollegen von CDU/CSU und SPD und ich einen entscheidenden Erfolg erzielen können: Gaskraftwerke können und werden nun unabhängig von ihrem Standort ausgeschrieben und somit auch den Osten des Landes erreichen. Der Nordost-Netzbonus gewährleistet eine Ausschreibung, die sich an den Bedarfen im Stromsystem ausrichtet. Auch Pumpspeicherwerke, die mit ihrer Schwarzstart-Fähigkeit und der Bereitstellung von rotierenden Massen die Netzfrequenz stabilisieren, kommen für den Netzbonus ausdrücklich in Frage. Für die von Kohleausstieg und Strukturwandel geprägten Energieregionen in Ostdeutschland ist das ein wegweisender Schritt.“
Die regionen-offene Ausschreibung wird gewährleistet durch einen Netzbonus, der die regionalen Bedarfe in Deutschland zielsicher adressiert. Zielsicher soll somit eine Verteilung vorgenommen werden, die 1/3 der ausgeschriebenen Leistung in Nord- und Ostdeutschland lokalisiert, während 2/3 der Anlagen den sogenannten „netztechnischen Süden“ erreichen werden. Eine entsprechende regionale Verteilung haben nicht zuletzt auch die vier Übertragungsnetzbetreiber gefordert.