Geplantes KI-Sicherheitsinstitut: Dresden gehört in die Standortdebatte
Deutschland plant den Aufbau eines KI-Sicherheitsinstituts von internationalem Rang. In der bisherigen Standortdebatte werden vor allem Berlin, Saarbrücken und München genannt. Ich finde: Dresden und Sachsen gehören unbedingt mit in den Blick.
Denn KI-Sicherheit ist weit mehr als die Sicherheit einzelner Sprachmodelle. Sie reicht von Daten und Software über Kommunikationssysteme bis hin zur Hardware und den Chips. Genau hier liegt Dresdens besondere Stärke: Wir verbinden eine exzellente Forschungslandschaft mit einem der bedeutendsten Mikroelektronik-Cluster Europas, starken Kompetenzen in Software und Digitalisierung sowie einer breiten industriellen Basis. Die TU Dresden ist hier Vorreiter auf dem Gebiet der Forschung. Und auch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat bereits in Freital einen Standort.
Wenn wir technologische Spitzencluster in Deutschland stärken wollen, müssen wir neue Bundesinstitutionen auch dort ansiedeln, wo diese Cluster tatsächlich gewachsen sind. Nicht jede neue Einrichtung muss automatisch nach Berlin.
Deshalb werde ich mich gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, Dresden und Sachsen bei der Standortprüfung für das KI-Sicherheitsinstitut zu berücksichtigen. Entscheidend sollte sein, wo die besten Voraussetzungen bestehen, KI-Sicherheit von der Software über den Chip bis in die industrielle Praxis zu denken.