Landesgruppe Woerlitz 1

Zukunftsthemen im Fokus: Von Erneuerbarer Energie bis Halbleiterindustrie

verfasst am 04.09.2026
Offshore Ausfahrt 2

Theorie trifft Praxis: Offshore-Windenergie vor Ort

Für die Zukunft der Offshore-Windenergie stehen in diesem Jahr wichtige Gesetzgebungsverfahren an. Als Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werde ich in den kommenden Monaten das Windenergie-auf-See-Gesetz und das Erneuerbare-Energien-Gesetz mitverhandeln. Unser Ziel ist ein langfristiger, verlässlicher und zugleich kostengünstigerer Förderrahmen.

Umso wertvoller war für mich die Gelegenheit, auf Einladung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Deutschen Bundestag Offshore-Projekte auf der Nordsee aus nächster Nähe zu besichtigen. Mit einem High-Speed-Katamaran ging es hinaus zu bereits installierten Anlagen und laufenden Neubauprojekten.

Die Dimensionen der Anlagen und vor allem die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf hoher See haben bei mir großen Respekt hinterlassen.

Offshore-Windenergie kann und soll ein wichtiger Baustein unserer heimischen Energieversorgung bleiben. Gleichzeitig müssen wir die notwendige Infrastruktur an Land schaffen, damit die auf See erzeugte Energie zuverlässig gespeichert, verteilt und dort genutzt werden kann, wo sie gebraucht wird. Theorie und Praxis gehören dabei zusammen - genau dieser Austausch ist für gute politische Entscheidungen entscheidend.

Vattenfall Solarpark Nauen Eroeffnung 35

Eröffnung eines neuen Solarparks

Am Dienstag war ich bei der feierlichen Eröffnung des neuen Vattenfall-Solarparks in Nauen. Auf rund 40 Hektar erzeugt die Anlage künftig bis zu 46 MWp Solarstrom. Besonders bemerkenswert: Der Solarpark kommt ohne staatliche Förderung aus. Der erzeugte Strom wird über einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) direkt vom Familienunternehmen Wieland abgenommen.

Für mich ist das ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Energiewende und Marktwirtschaft zusammengehen können. Erneuerbare Energien werden hier direkt mit industrieller Produktion verbunden - ein Modell, von dem wir mehr brauchen.

Bei der Eröffnung habe ich mich mit den Verantwortlichen von Vattenfall und Wieland über die Chancen und Herausforderungen solcher Projekte ausgetauscht. Dabei wurde erneut deutlich: Unternehmen brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen, um langfristig investieren zu können.

Gleichzeitig müssen wir die Energieversorgung insgesamt stabil und bezahlbar halten. Denn Sonne und Wind stehen nicht jederzeit zur Verfügung. Deshalb werden Speicher, Netzausbau und ein intelligentes, flexibles Stromsystem künftig eine entscheidende Rolle spielen.

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Nachwuchs für Sachsens Chipindustrie

Wie gewinnen wir die Fachkräfte von morgen für das Halbleitercluster im Dresdner Norden? Darüber habe ich mich in dieser Woche mit Frau Meusinger von Silicon Saxony ausgetauscht, die für Community Management sowie den Bereich People & Skills verantwortlich ist.

Besonders wichtig ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Zukunftsberufe rund um Elektronik, Mikroelektronik und Chip-Design zu begeistern. Silicon Saxony leistet hier bereits wichtige Arbeit. Mit gezielten Programmen werden Schülerinnen und Schüler angesprochen und gleichzeitig Unternehmen dabei unterstützt, nationale und internationale Fachkräfte für Sachsen zu gewinnen und langfristig zu binden.

Mein Appell an die Schulen: Nutzen Sie die vielfältigen Angebote von Silicon Saxony und geben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Zukunftstechnologien nicht nur aus dem Unterricht, sondern ganz praktisch kennenzulernen.

Landesgruppe Woerlitz 1

Sachsen im Fokus: Bilanz ziehen und Zukunft gestalten

Bei der Klausurtagung der CDU-Landesgruppe Sachsen im Deutschen Bundestag in Wörlitz haben wir in dieser Woche wichtige Themen für Sachsen und die aktuelle politische Lage beraten.

Besonders im Fokus stand die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag. Im Gespräch mit der örtlichen CDU-Landtagskandidatin Karin Tschernich-Weiske und dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller ging es um die Stimmung im Land und den Endspurt des Wahlkampfs. Noch immer ist ein erheblicher Teil der Wählerinnen und Wähler unentschlossen. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Umfragen ein sehr enges und politisch schwieriges Bild. Für zusätzliche Bewegung sorgt die tagesaktuelle Entwicklung beim BSW in Thüringen. Am heutigen Freitag haben zahlreiche Abgeordnete der Thüringer BSW-Fraktion ihren Austritt aus der Partei verkündet; inzwischen haben 13 der ursprünglich 15 Abgeordneten das BSW verlassen.

Die Klausurtagung war aber auch eine gute Gelegenheit, einmal innezuhalten und auf das erste Jahr der neuen Bundesregierung zurückzublicken. Seitdem ist schon einiges auf den Weg gebracht worden. Gleichzeitig müssen wir ehrlich feststellen: Nicht alles, was wir uns vorgenommen haben, ist bereits erledigt. Gerade bei wichtigen Projekten für Sachsen kommt es jetzt darauf an, dass wir aus politischen Beschlüssen konkrete Fortschritte machen. Für Sachsen gilt das insbesondere für das Bauforschungszentrum in Bautzen sowie die Bahnprojekte Erzgebirgsbasistunnel Dresden-Prag und Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz. Hier müssen aus Beschlüssen jetzt konkrete Fortschritte bei Planung und Umsetzung werden. Ein weiteres Zukunftsthema ist die Chipindustrie. Mit dem Halbleiterstandort Dresden verfügt Sachsen über ein europaweit einzigartiges Cluster. Diese Stärke wollen wir weiter ausbauen.