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Böhm: Grüne Welle für Radfahrer - diesen Blödsinn lehne ich ab!

Ganzheitliches Verkehrskonzept statt Benachteilung aller

Die Grünen wollen im Stadtrat eine Grüne Welle für Radfahrer auf wichtigen Verkehrsadern der Stadt durchsetzen. Demnach würde dort eine Geschwindigkeit von 15 bis 25 km/h gelten. Die Ampeln sollen in einem Richtkorridor entsprechend geschaltet werden.

Unser Verkehrsexperte Veit Böhm lehnt den Vorstoß ab:

„Man fragt sich, was in den Grünen so vorgeht. Wenn dieser Vorschlag umgesetzt wird, werden wichtige Hauptverkehrsadern unserer Stadt nicht nur drastisch ausgebremst, sondern faktisch lahmgelegt. Ich sage es offen: Diesen Blödsinn lehne ich ab! Nicht nur, dass hier wieder die verschiedenen Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt werden sollen. Die Kosten allein für die Busverbindungen des ÖPNV dürften in die Hunderttausende gehen! Wenn die Busse nur noch halb so schnell fahren dürfen, brauchen wir, wenn die Taktzeiten gleich bleiben sollen, zukünftig doppelt so viele Busse.

Was Dresden braucht ist ein ganzheitliches Verkehrskonzept, welches alle Mobilitätsformen im Blick behält und in dem natürlich auch der Radverkehr eine wichtige Rolle spielt. Dieses grüne Denken aber: ‚Wir fördern eine Verkehrsart, indem wir alle anderen benachteiligen.‘ führt in eine Sackgasse. Der jetzt vorgelegte Vorschlag hat mit ernsthaftem Bemühen um eine gute Verkehrspolitik in unserer Stadt nichts zu tun. Wenn es aber ein Scherz war, dann war es ein schlechter.“

Folgende Strecken sollen laut dem Antrag der Grünen von der Geschwindigkeitsreduktion betroffen sein:

  • Neustädter Bahnhof bis Bahnhof Mitte
  • B170 zwischen Albertplatz und Fritz-Löffler-Platz
  • Güntzstraße und Lennéstraße zwischen Albertbrücke und Lennéplatz
  • Fetscherstraße von der Waldschlösschenbrücke bis zum Comeniusplatz
  • Straßburger Platz über Portplatz und Freiberger Straße bis über Kreuzung Ammonstraße